Die Sinne - unser Tor zur Welt
Die Idee
Bereits Ende der 90er Jahre gründete sich ein Arbeitskreis mit Monika Zimmer und verschiedenen Mitarbeiterinnen, der es sich zum Ziel machte, einen barrierefreien »Garten der Sinne« um die drei Häuser der wiege entstehen zu lassen.
Die Sinne sind unser Tor der Welt, da alles, was Menschen wahrnehmen, erkennen und begreifen, über die Sinne aufgenommen wird. Die Sinne sind sozusagen die Fühler, durch die alle Menschen Kontakt zu ihrer Umgebung und zu anderen Menschen herstellen.
Gerade Kinder brauchen die Möglichkeit, alle ihre Sinne entfalten zu können, denn je mehr Erfahrungen sie mit ihren verschiedenen Sinnen machen können, desto sensibler und empfänglicher werden sie.
Was daraus entstand
Dank zahlreicher Spenden war es im Februar 2007 endlich möglich, gemeinsam mit der Firma »Zemmin baut Gärten« damit zu beginnen, das Konzept umzusetzen.
So konnte wieder ein Stück Weg des Strebens nach optimaler Förderung und Betreuung der schwer mehrfach behinderten Kinder und Jugendlichen gegangen werden.
Die Spiellandschaft der besonderen Art - lädt ein zum Balancieren, im Sand zu spielen, sich zu verstecken, zu verweilen.
Für die Kinder und Jugendlichen ist mit ihr ein Stück (Er-) Lebensraum gewachsen.
Alle verarbeiteten Holzteile bestehen aus splintfreien, naturgewachsenen Eichen- und Robinienhölzern, die mit speichel- und leckechten Farben lasiert wurden.
Entworfen und gebaut wurde sie von der Firma Cucumaz und deren Inhaber Frank Linhart aus Wiggenbach bei Kempten/Allgäu.
Ein Wassergarten mit Duftoasen - der unterschiedlichsten Variationen an Planschbecken-Wegwerfmodellen müde, floss in die Planungen des Arbeitkreises auch das Mauern eines Wasserbeckens mit ein.
Fast alle Kinder und Jugendliche freuen sich, an heißen Sommertagen begleitet von Betreuern, Therapeuten oder Angehörigen mit dem Element Wasser in Berührung zu kommen. Sie patschen aufs Wasser und freuen sich, wenn es plätschert und spritzt, sie greifen zu Bechern und schöpfen mit grenzenloser Ausdauer. Sie lassen sich eintauchen ins kühle Nass, was den Kreislauf anregt, sie wach und aufmerksam macht und sie quietschvergnügt planschen und zappeln lässt. Das Wasser nimmt dem Körper Schwere und viele Bewegungen fallen im Wasser leichter, es bietet sanften Widerstand und intensiviert die Körperwahrnehmung.
Mit einem großen Einweihungsfest im Mai 2011 wurde die Umgestaltung der vier Gärten in sinnesfördernde Erlebnisbereiche abgeschlossen.
Das Herzstück bildet nun eine Rutsche in Form einer Giraffe.
Dieses speziell geplante Spielgerät berücksichtigt besonders, dass durch die extrabreiten Stufen und die großzügige Rutsche eine weitestgehend selbständige Benutzung - gegebenenfalls auch mit Assistenz - für fast alle unsere Betreuten möglich ist.
Die hierzu passende Schaukel wurde mit individuell angepassten Schaukelvorrichtungen bestückt, um auch nicht sitzfähigen Kindern das Erfahren von "Bewegung im Raum" zu ermöglichen.