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»Im Snoezelenraum voll Vertrauen sich öffnen, schauen, staunen und mit allen Sinnen die Umwelt erfahren.«
Cornelia Wall, Erzieherin und Gestalttherapeutin

Das Betreuungsangebot in den Wohngruppen wird unterstützt durch zahlreiche therapeutische Angebote der gruppenübergreifenden Fachkräfte der Heilpädagogik, Psychologie, Gestalttherapie und der externen Therapeuten der Physio- und Ergotherapie, Logopädie, Musiktherapie, Heilpädagogischen Reittherapie, Blinden- und Hörbehindertenfrühförderung.

In der heilpädagogische Einzel- und Gruppenförderung werden die individuellen sensomotorischen, emotionalen, kognitiven und kommunikativen Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen berücksichtigt. Zusammen mit ihnen und ihrem Umfeld werden neue Handlungs- und Erfahrungsmöglichkeiten entwickelt mit dem Ziel der ganzheitlichen Unterstützung, der personalen und sozialen Entwicklung. Die Kinder und Jugendlichen und ihr soziales Umfeld sollen befähigt werden, Beziehungen aufnehmen und verantwortungsvoll handeln zu können, sie sollen Aufgaben übernehmen lernen, Lebenssinn und Lebenswert erfahren können. Methoden der Heilpädagogik sind neben diagnostischer Verfahren und Gesprächstechniken die Wahrnehmungsförderung, musisch-kreative Verfahren, bewegungs- und körperorientierte Verfahren, Spielförderung, Sprach- und Kommunikationsförderung, verschiedene Beratungsverfahren, Eltern- und Familienarbeitskonzepte und Netzwerkarbeit.

In der psychologischen Einzel- und Gruppenförderung werden die Kinder entsprechend ihrer individuellen Bedürfnisse gefördert. Bei der Aufnahme oder im Verlauf ihrer Entwicklung werden die Kinder hinsichtlich ihres Entwicklungsstandes, ihrer Fähigkeiten und ihrer Fortschritte getestet, z.B. mit der Münchner Funktionellen Entwicklungsdiagnostik, Testverfahren zur Intelligenz, Wahrnehmung und Aufmerksamkeit. Je nach Möglichkeiten des Kindes kommen Spiele, Lieder und Sinneserfahrungen oder auch Trainingsmaterialien verschiedener Schweregrade zur Förderung von Konzentration, Aufmerksamkeits- und Gedächtnisleistung oder Sprache zum Einsatz. Eine vertrauensvolle und therapeutische Beziehung und die Mischung aus Spiel, Spaß und Leistungsaspekten ist dabei Voraussetzung für ein erfolgreiches Miteinander. Persönlichkeits- und Verhaltensaspekte sowie psychisch schwierige Lebensphasen können im Mittelpunkt der Einzelförderung stehen. Mit Hilfe verhaltenstherapeutischer oder anderer psychotherapeutischer Methoden wird je nach Möglichkeit im Gespräch, im Spiel, mit gestalterischen Mitteln oder über Körpererfahrungen versucht, mit dem Kind oder Jugendlichen adäquate Ausdrucks- und Verhaltensmöglichkeiten zu erarbeiten. Auch verschiedene Entspannungstechniken können dabei zum Einsatz kommen. Um die Kommunikationsmöglichkeiten zu erweitern, kann nicht sprechenden Kindern und Jugendlichen die Methode der Gestützten Kommunikation angeboten werden oder es werden Hilfsmittel zur Unterstützen Kommunikation in die Psychologische Einzelförderung eingebunden und der Gebrauch geübt. 

Hinter dem Snoezelen steht ein multifunktionales Konzept: In einem besonders ansprechend gestalteten Raum werden über Licht-, Klang- und Tonelemente, Aromen und Musik Sinnesempfindungen ausgelöst. Diese wirken auf die verschiedensten Wahrnehmungsbereiche entspannend aber auch aktivierend. Das gezielt ausgesuchte Angebot steuert und ordnet die Reize, weckt Interesse, ruft Erinnerungen hervor und lenkt Beziehungen. Snoezelen erzeugt Wohlbefinden. In der ruhigen Atmosphäre werden den Kindern und Jugendlichen Ängste genommen und sie fühlen sich geborgen. Snoezelen ist Therapie und Förderung zugleich und wird in allen Entwicklungsstufen eingesetzt.

Primärer Ansatzpunkt in der Physiotherapie ist das Bewegungssystem und das Bewegungsverhalten. Das Ziel sind Schmerzfreiheit, physiologisches und ökonomisches Bewegungsverhalten, die Kompensation irreversibler Funktionsstörungen. Schwerpunkt der Therapeuten in der wiege sind die neurologischen Behandlungstechniken und Konzepte: Vojta-Therapie, Bobath-Konzept und neuroentwicklungsphysiologischer Aufbau nach Pörnbacher (NEPA). Des weiteren unterstützen die Physiotherapeutinnen die Mitarbeiterinnen und Sorgeberechtigten beim korrekten Handling der Kinder, ihrer Lagerung und bei der Beschaffung von Hilfsmitteln wie z. B. Rollstühlen und orthopädischen Schuhe.

Die Ergotherapie ist ausgerichtet auf die Behandlung motorischer, sensorischer und psychischer Funktionseinschränkungen. Sie berücksichtigt den Menschen in Körper, Geist und Seele und in seinem sozialen Umfeld. Das Ziel jeder ergotherapeutische Behandlung ist es, eine gewisse Lebensqualität zu sichern und größtmögliche Selbständigkeit in allen Bereichen der persönlichen, häuslichen und beruflichen Lebensführung zu erreichen oder zu halten. Ergotherapie ist eine aktive Behandlungsmaßnahme. Angebahnte Bewegungen werden in Bewegungsabläufe eingebaut und der funktionelle Einsatz geübt. Praktische, für den Alltag wichtige Handlungsabläufe und Aufgabenbewältigungen, werden trainiert. In der wiege durchgeführte Therapieverfahren sind unter anderem Therapien nach Pörnbacher und Bobath, Sensorische Integrationstherapie, Marburger Konzentrations- und Verhaltenstraining, F.O.T.T.

In der Logopädie geht es um das Kind oder den Jugendlichen, der durch eine Sprach-, Sprech-, Stimm-, Schluckstörung oder Hörbehinderung in seiner zwischenmenschlichen Kommunikation eingeschränkt ist. Mit Übungen und Spielen wird die Entwicklung und Persönlichkeit des Kindes sowie sein Sprachverständnis und Wortschatz, seine Satzbau- und Lautentwicklung, die Motorik des Gesichts- und Mundbereiches und des Schluckmusters, die Fähigkeit, Gehörtes und Gesehenes zu behalten, gefördert. Drüber hinaus geht es um den Erwerb alternativer Kommunikationsformen, anknüpfend an die individuellen Möglichkeiten des einzelnen.

Die Orff-Musiktherapie ist eine aktive, multisensorische Therapie, die auf den Stärken der Kinder und Jugendlichen aufbaut. Die musikalischen Mittel, Sprache, Rhythmus, Bewegung, Melodie und das Handhaben von Instrumenten sprechen alle Sinne an. Die verschiedenen Instrumente und Materialien haben nicht nur akustische, sondern auch taktile und optische Eigenschaften. Der Therapeut arbeitet interaktionsorientiert, d.h. er stellt sich auf die Initiative und die Interessen des Kindes und Jugendlichen ein und unterstützt das Kind oder den Jugendlichen bei der Durchführung. Die Orff-Musiktherapie fördert dabei die Entwicklung von Konzentration und Ausdauer, Interaktion und Kommunikation, sozialer Kompetenz und Gruppenfähigkeit, selbständigem Handeln und Eigenaktivität, Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen, Flexibilität und Differenzierung im Spiel.

Heilpädagogisches Reiten / Reittherapie stellt eine ganzheitlich wirksame Therapie dar. Im Vordergrund steht der Kontakt zwischen dem Kind / Jugendlichen und dem Pferd. Pferd und Reiter bilden ein Medium, um bestimmte Effekte zu erzielen (Entspannung, Aufrichtung, Gleichgewichts- und Muskeltraining, Bewegung). Der Umgang mit dem Pferd erzielt Freude und regt zur Aktivität an. Bei Kindern mit schwerer Behinderung wird die Therapie auch im Sinne einer basalen Stimulation eingesetzt. Die vielfältigen Sinnes- und Bewegungsreize bewirken eine unmittelbare Anregung der Wahrnehmungs- und Reaktionsfähigkeit auf körperlicher, geistiger, sozialer und emotionaler Ebene.

Bis zum Schuleintritt können Kinder mit Seh- oder Hörbehinderung in der Frühförderung Sehen bzw. Hören in Einzeltherapie mittels therapeutisch eingesetzter Sinnesreize entsprechend gefördert und sensibilisiert werden.

In einer Frühfördergruppe werden die Kleinsten, die noch nicht die SVE besuchen, spielerisch altersangemessen gefördert. Schwerpunkte sind hierbei Wahrnehmungserfahrungen in allen Sinnesbereichen, Erfahrungen mit den verschiedenen Elementen und Naturmaterialien sowie jahreszeitlich bedingte Themen. Erste Gruppenerfahrungen und ein Miteinander mit anderen Kindern werden erlebt.

Ein für Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung und/oder Autismus-Spektrums-Störungen adaptiertes Sozialtraining mit integrierter Förderung von lebenspraktischen Fähigkeiten, bietet die Möglichkeit, soziale Interaktion in einer festen Kleingruppe zu erlernen und zu verbessern, Kommunikation zu erweitern und soziale Regeln zu erlernen.

Die Art und Weise, wie ein Mensch seine Alltagsaktivitäten – privat oder beruflich – gestaltet, beeinflusst seine Gesundheits- und Lernprozesse positiv oder negativ, ein Leben lang. Menschen lernen bei MH Kinaesthetics, auf die eigene Bewegung zu achten, das heißt, sich selbst und ihr Tun wahrzunehmen und anzupassen. Dies ist die Grundlage, um ihre Aktivitäten einfacher, effektiver und somit gesundheitsfördernd zu gestalten. Der englische Begriff Kinaesthetics (deutsche Übersetzung: Kinästhetik) wurde Anfang der 1970er Jahre von den Begründern Dr. Lenny Maietta und Dr. Frank Hatch geprägt und bezeichnet die Lehre der menschlichen Bewegung, das Bewegungsempfinden.

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