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betreuung und beziehung

»Beziehung heißt: sich aufeinander einzulassen und voneinander zu lernen.«
Susanne Tiedtke, Kinderpflegerin

Im Mittelpunkt der Betreuung steht das Kind in seiner Einmaligkeit, das wie jedes Kind ganz individuelle Bedürfnisse hat.
Die jungen Menschen persönlich, individuell und ganzheitlich zu unterstützen und zu begleiten auf ihrem Weg zu größtmöglicher Entwicklung und Entfaltung ihrer Möglichkeiten, ist die Aufgabe, der sich die wiege verpflichtet fühlt.
Erfüllt wird sie durch eine angemessene Betreuung, Versorgung, Unterstützung, Eingliederung und durch Begleitung in allen Lebenssituationen, auch bis in die letzten Lebensstunden.

Die Betreuung der Kinder und Jugendlichen erfolgt in fünf familienorientierten Gruppen mit jeweils sechs bis acht Bewohnern. Über 85 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen setzen sich an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr dafür ein, dass die Kinder und Jugendlichen sich geborgen und zuhause fühlen.

Eine Atmosphäre subjektiven Wohlbefindens und emotionaler Sicherheit gilt als Voraussetzung, dass die Kinder und Jugendlichen ihr vorhandenes Entwicklungspotential unter Berücksichtigung ihrer Bedürfnisse und Wünsche zu größtmöglicher Entfaltung bringen können.

Die Gestaltung des Lebensbereichs auf den Gruppen soll für die Kinder und Jugendlichen so normal wie möglich sein – unter Berücksichtigung ihrer speziellen Fähigkeiten und Beeinträchtigungen. Jedes einzelne Kind prägt mit seiner Persönlichkeit die gesamte Gruppe mit. Die Gruppe bietet den Kindern untereinander feste Beziehungen und Sicherheit. Den Rahmen hierfür zu schaffen, ist eine der Aufgaben der wiege.

In der ganzheitlichen Versorgung der Kinder und Jugendlichen entsteht ein enger Kontakt zwischen Betreuern und Betreuten. Alle pädagogischen Tätigkeiten und pflegerischen Maßnahmen werden daher im Dialog der personalen Beziehung und Zuwendung betrachtet.

Jedes Kind und jeder Jugendliche hat eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter der Wohnheimgruppe als individuelle Bezugsperson, die über die allgemeine Betreuung hinaus für besondere Belange des Kindes verantwortlich ist und auch die Außenkontakte wahrnimmt, beispielsweise zur Schule, zur Familie, zum Krankenhaus (Bezugsbetreuersystem).

In jeder Wohngruppe gibt es eine festgelegte Tagesstruktur, die sich an den Bedürfnissen der Bewohner orientiert, etwa an den Schlafgewohnheiten, den Schulzeiten, der Essenssituation, den lebenspraktischen Möglichkeiten und der Selbstbestimmung.

Wohnheimgruppen, in denen Kinder mit Autismus leben, orientieren sich in ihrer Arbeit an den Prinzipien des TEACCH-Ansatzes, strukturieren beispielsweise den Alltag der Kinder zeitlich und räumlich, visualisieren Handlungs- und Zeitabläufe mit Hilfe von Tagesplanern, Time-Timern oder anderen Maßnahmen und Hilfsmitteln.

Die Kommunikation der Kinder und Jugendlichen, die nicht oder kaum über Lautsprache verfügen, wird im Alltag unterstützt durch Unterstützte Kommunikation, d.h. die Anwendung der Gestützten Kommunikation, den Einsatz körpereigener Signale (wie Mimik, Gestik, Laute, Blickverhalten, Atmung und Körperspannung), die Verwendung nichtelektronischer Kommunikationsmittel (bspw. Bildkarten, Kommunikationstafeln, Gebärden) und elektronischer Kommunikationshilfen (mit natürlicher Sprachausgabe wie Go Talk, Step by Step etc.) und die Nutzung von Geräten zur Umfeldsteuerung (z.B. Power Link).

Die Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft und Gesellschaft erfahren die Kinder und Jugendlichen unter anderem im SVE- oder Schulbesuch, bei Unternehmungen und Ausflügen innerhalb und außerhalb der wiege. Jahreskreisfeste, Geburtstagsfeiern, Ferienprogramme und die jährlich stattfindenden Ferienfreizeiten schaffen neue Erfahrungswerte. Alltägliche Tätigkeiten wie Einkäufe, Spaziergänge oder Besuche der öffentlichen Spielplätze dienen wie private Kontakte zu Mitschülern, Nachbarn oder Besuchspaten der altersentsprechenden Freizeitgestaltung und der gesellschaftlichen Integration der Kinder und Jugendlichen.

Für jedes Kind erarbeiten die Bezugsbetreuer gemeinsam mit den gruppenübergreifenden Fachkräften und externen Therapeuten einen individuellen Förderplan, in dem die Kompetenzen der Kinder beschrieben sowie Ziele, Art und Umfang der Fördermaßnahmen festgelegt werden.
Grundsatz der Förderplanung ist die individuelle Förderung einer ganzheitlichen Entwicklung. Alle hierfür wesentlichen Bereiche der Betreuung, Erziehung, Bildung, Förderung und Pflege werden dabei berücksichtigt.

Durch Förderpflege und Basale Stimulation werden in alltäglichen Situationen auf der Wohngruppe heilpädagogische Impulse eingebracht und gezielte Fördermaßnahmen tagtäglich durchgeführt.

Heilpädagogisches Handeln
bedeutet, die Belange der einzelnen Kinder und Jugendlichen in ihrer Ganzheit wahrzunehmen und sie in ihrem gesamten sozialen Umfeld, ausgehend von ihren individuellen Möglichkeiten und Bedürfnissen, mit bestimmten Methoden personenzentriert zu begleiten, zu unterstützen und zu fördern. Heilpädagogisches Handeln stellt einen gemeinsamen Weg dar, Lebenswelt zu gestalten und betrachtet das jeweilige Kind in seiner eigenständigen Persönlichkeit, mit seinen sensumotorischen, psychischen und intellektuellen Auffälligkeiten und seinen körperlichen, emotionalen, kommunikativen, kognitiven und psychosozialen Fähigkeiten. Grundlage des heilpädagogischen Handelns ist die Gestaltung der Beziehung zum anderen, ausgehend von seiner Annahme und Wertschätzung.

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